Schöpfungsoratorium

Tohowabohu – am Anfang war das Chaos. Eindrucksvoll führte die Evang. Kantorei Altdorf die Zuhörenden durch die sieben Tage der biblische Schöpfungsgeschichte. Die Sänger und Sängerinnen sangen vom ersten Lichthauch, der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt und der Erschaffung des Menschen. Aber auch unser Umgang mit unserer Erde wurde kritisch beleuchtet. Die Komposition vom zeitgenössischen Komponisten Thomas Gabriel vereint sehr gelungen Elemente aus der klassischen und der Popularmusik. Überraschend präsent und rhythmussicher zeigte sich der Chor, der in den letzten Jahren eher im klassischen Bereich unterwegs gewesen ist. Wolfram Wittekind als Erzähler füllte mit seiner Tenorstimme mühelos die große Kirche, Sonja Zeitler überzeugte als Prophetin mit einer wunderbar facettenreichen Altstimme. Die große Band bestehend aus Ulrike Hünefeld (Flöte), Rainer Buschke (Saxophon), Cornelius Liebster (Trompete), Frank Berlin (Violine), Konstanze Friedrich (Violoncello), Timo Lachmann (Gitarre), Gordon Bär (Klavier) Frank Aberhahn (Bass) und Niclas Galozy (Schlagzeug) begleitete unter der Leitung von Dekanatskantorin Almut Beyschlag gekonnt und stilsicher. In der von Dieter Klouda stimmungsvoll erleuchteten Kirche sorgte Andre Obst in bewährter Weise für einen ausgewogenen Sound. Die dichte Atmosphäre erzeugte bei vielen Zuhörenden Gänsehaut und das Publikum dankte den Künstlern am Ende mit rauschendem Applaus für eine sehr gelungenen Aufführung.   

Text: Almut Beyschlag / Bildrechte: Volker David